Hereinspaziert!


Spitzensportlerin, DIY-Addict, Sterneköchin und Supermum bloggt aus ihrem Leben.
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Baby

Der erste Lauf nach der Geburt

Mein perfekter Abschluss eines tollen langen Wochenendes: der erste Lauf nach der Schwangerschaft. Das kleine Raubtier wurde vorher ausgiebig gestillt, damit den Herrn Papa in meiner Abwesenheit nicht der geballte Säuglingshunger trifft. Dann lief ich mich mit Deichkind in den Ohren los.

Die Geburt ist inzwischen fast zwei Monate her und der Kaiserschnitt ist prima verheilt. Die Lücke zwischen den Bauchmuskeln hat sich gut geschlossen und der Beckenboden hat bislang auch keine Zicken gemacht. Seit der Geburt mache ich praktisch alle Erledigungen zu Fuß und bewege mich dadurch viel. Außerdem habe ich in den letzten drei Wochen zwei bis drei längere Spaziergänge pro Woche in flotterem Tempo unternommen, um langsam wieder etwas Kondition aufzubauen. Die Voraussetzungen für den Lauf waren also nicht schlecht. Trotzdem war ich ein bisschen nervös: hält der Beckenboden, wie läuft es sich mit Milchbusen und wie viel Kondition habe ich noch?

Die 5 km bis zum See bin ich im Schneckentempo angegangen und ganz gemütlich durch die Felder gezockelt. Und was war? Nix war…es lief alles wie es soll!

Mehr als 5 km hätten es jetzt nicht sein müssen, ich bin dankbar für meinen Sport-BH und meine Bauchmuskeln haben mich nach dem Lauf deutlich daran erinnert, dass hier noch ein bisschen Aufbauarbeit zu leisten ist. Aber ansonsten war es richtig gut! Und auch wichtig: entgegen diverser Meinungen hat der Kleenen die Milch hinterher immer noch geschmeckt

Ich würde mal sagen, es läuft wieder! :-)

Eiskaffee1 Der erste Lauf nach der GeburtFrage in die Runde: Falls hier die eine oder andere Mutter mitliest, welche Erfahrungen habt ihr denn mit Sport nach der Schwangerschaft gemacht?

Fotoshooting

Für die Dankeskarten zu Miras Geburt habe ich heute ein kleines Fotoshooting veranstaltet.

Das Model war ziemlich fasziniert von dem kleinen Lichtchen vorne an der Kamera und die meiste Zeit äußerst geduldig:

Fotoshooting 550x550 Fotoshooting

Wie gesagt, die meiste Zeit :-)

 

Und ab heute wird wieder gesportelt?

Die Kaiserschnitt-Narbe ziept nur noch ein bisschen und beim Spazieren gehen werde ich kaum noch von Rentnern überholt. . So langsam habe ich wieder Lust: auf Bewegung, Schwitzen, Auspowern, Muskelkater…

Gedanklich spiele ich mit dem Nordic-Walking-Kurs, der in zwei Wochen los geht. Oder soll ich mich lieber für das Mountainbike-Trainingsprogramm „Von 0 auf 500 Höhenmeter“ bewerben, dass der Laufladen in Offenburg ab Mai anbietet? Fahrrad fahren zählt ja bekanntlich auch zu den eher sanften Sportarten. Als ich unserer Hebamme von meinen sportlichen Plänen berichte und sie um ein paar Rückbildungsübungen bitte, sieht sie mich ziemlich komisch an und holt mich dann unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück:. In den nächsten Wochen sieht mein Sportprogramm sanftes Beckenbodentraining in Kombination mit Bauchmassagen und langsamen Spaziergängen vor. In ca. sechs Wochen kann ich mit der Rückbildungsgymnastik anfangen und danach darf ich mal übers Walken nachdenken.

 

Bis mein Körper wieder mir gehört, dauert es wohl doch noch ne ganze Weile….

 

Sie ist da!

Heute vor 16 Tagen wurde sie geboren: unsere Tochter Mira Louise.

Die letzten zwei Wochen haben wir uns Zuhause richtig eingeigelt, um uns zu beschnuppern, kennen zu lernen, die ersten Tage mit einander zu genießen. Aber so langsam habe ich wieder etwas Lust auf die Welt…

Eigentlich hatte ich fest damit gerechnet, dass wir noch drei weitere Wochen haben um  vor der Geburt Zuhause klar Schiff zu machen, das Kinderzimmer fertig einzurichten usw. Für das Wochenende vom 25./26. waren Rudy und ich als Umzugshelfer eingeplant, letztes Wochenende wollte ich eigentlich beim Freiburg Marathon helfen und an Ostern habe ich einen großen Family-Brunch bei uns geplant.

IMG 3648 e1333745917903 550x733 Sie ist da!

Letztes Bild mit Bauch – zufällig einen Tag vor der Geburt entstanden

Und dann ist am 25.04. morgens um fünf Uhr die Fruchtblase geplatzt. Erst dachte ich ja an ein anderes Malheur, aber als es dann gar nicht mehr aufhörte zu laufen war klar, dass es jetzt losgeht.

Weil ich erstmal noch keine Wehen hatte, bat uns das Krankenhaus gegen 8 Uhr vorbei zu kommen….und wir saßen Zuhause und wussten nicht was wir mit uns anfangen sollen. Im Endeffekt waren die drei Stunden ziemlich lustig….zwischen Duschen, Frühstücken und Kliniktasche fertig packen haben wir viel gelacht und halb nervös, halb aufgedreht Witze gemacht.

IMG 3658 550x412 Sie ist da!Frühstück

Im Krankenhaus konnten wir direkt „unseren“ Kreissaal beziehen und wurden dann noch mal eine Runde spazieren geschickt. Für die Runde um den Block haben wir dann gut ne Stunde gebraucht, weil ich mich alle 20 Meter mal kurz am Zaun festkrallen musste um durchzuatmen…

 

IMG 3665 550x412 Sie ist da!Unser Kreissaal

Zurück im Kreissaal fingen die Wehen dann richtig an. Ich habe für mich im Vorfeld die Geburt immer mit einem Marathon verglichen und so ganz falsch lag ich damit im Nachhinein auch nicht. Das ganze hat einen Anfang und ein überwältigendes Ende und dazwischen gibt es gute, sehr gute und richtig fiese Phasen, in denen man am liebsten alles hinschmeißen will.

Kleiner Unterschied: bei einer Geburt gibt es die Möglichkeit einer PDA („Ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag“ meinte die Anästhesistin….und sie hatte recht!) und einen Kaiserschnitt, wenn gar nichts mehr geht.

Weil auch nach 9 Stunden kein Ende in Sicht war und die Kleine partout mit dem Po zuerst auf die Welt kommen wollte, haben sich Hebamme und Ärzte zum Schluss doch für einen Kaiserschnitt entschieden. Und so kam Mira um 19:10 Uhr auf die Welt.

IMG 3686 550x412 Sie ist da!

Und seitdem sieht die Welt irgendwie ganz anders aus….

 

Woche 33

Der Bauch wächst weiter und weiter und so langsam fühle ich mich wie ein Walroß. Ich bin seit letzter Woche Zuhause und verbrate meinen Resturlaub, der dann nahtlos in den Mutterschutz übergehen wird. Irgendwie komisch, auf einmal so viel Zeit zu haben….Urlaub ist es ja nicht wirklich.

 Blume auf Babybauch 550x371 Woche 33

Das Babybauch-Bild hat übrigens die Fotografin Melanie Rossel gemacht

Ich hatte die letzten Tage ein bisschen mehr Zeit zum Nachdenken und mir ist noch mal richtig bewusst geworden, wie irre so eine Schwangerschaft eigentlich ist. Der Körper weiß genau was er zu tun hat und sendet deutliche Signale was er dafür braucht. Wenn alles gut läuft, muss man sich eigentlich nur zurück lehnen, zuschauen und kann sich darüber freuen, wie schlau die Natur alles eingerichtet hat:

  • Ab der dritten oder vierten Woche (da wusste ich noch gar nichts von meinem Glück), also quasi zu dem Zeitpunkt als die kleine Bohne so richtig angedockt hat, hatte ich auf einmal eine unerklärliche Abneigung gegen Alkohol
  • In den ersten Wochen der Schwangerschaft bin ich Nachteule am liebsten um 9 Uhr Abends ins Bett gegangen. Ich habe das damals auf den Hochzeitsstress geschoben. Dabei war es das Hormon Progesteron, das dafür sorgt, dass man es in der kritischen Phase am Anfang etwas langsamer angehen lässt.
  • Ich hatte vor unserem Mexiko-Urlaub etwas Bedenken wegen dem ungewohnten Essen. War aber ganz einfach: ich hatte nur Appetit auf die Lebensmittel, die ich auch ohne Probleme vertragen habe.
  • Erhöhter Vitaminbedarf? Kein Problem Seitdem ich schwanger bin könnte ich Obst und Gemüse nur so in mich reinstopfen.
  • Heißhungerattacken? Frag mich mal lieber, wann ich keinen Durst habe! Die Menge an Blut in meinem Körper hat um 30 bis 40 Prozent zugenommen und der Teeumsatz in unserem Haushalt hat sich proportional dazu vervielfacht.
  • Seit dem siebten bis achten Monat wird mein Bauch mehrmals am Tag richtig hart. Das ist die Gebärmutter – ein Muskel, wie ich inzwischen weiß – die für die Geburt trainiert und ganz von alleine Intervalltraining macht.
  • Die Brustwarzen werden mit dem Verlauf der Schwangerschaft immer dunkler. Warum? Die Babys sind am Anfang kleine Maulwürfe, aber schwarz und weiß können sie unterscheiden. Je dunkler die Brustwarze, desto einfacher finden sie zur Milch.
  • Die Milch kommt erst 72 Stunden nach der Geburt, aber was isst das Baby denn bis dahin? Reicht das bisschen Vormilch überhaut aus? Laut unserer Hebamme hat so ein Neugeborenenmagen am Anfang nur ein Volumen von ca. 5 ml (so groß wie eine Murmel) – da machen ein paar Tropfen gut satt.

Ich finde es absolut faszinierend, wie gut die Natur vorgesorgt hat. Das ist auch mit ein Grund, wieso ich total entspannt bin, was das Thema Geburt angeht. Bislang wusste mein Körper ganz von alleine wie es gemacht wird, da wird er mich auch durch die letzte Phase der Schwangerschaft führen.

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